Die Neuproduktion von Georges Bizets Carmen an der Oper Frankfurt in der Fassung von Barrie Kosky verknüpft die klassische Partitur mit Elementen aus Variete und Revue. Die Inszenierung überrascht durch lebendige Tanzpassagen und gestaltete Kulissen. Jader Bignamini sorgt als musikalischer Leiter für eine ausgewogene Balance zwischen dramatischer Intensität und Klangdetails. Bianca Andrew ist erstmals in der Rolle der Carmen zu erleben, während Joseph Calleja als Don Jose internationales Flair einbringt.
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Barrie Koskys Carmen-Version besticht durch mutige Neudeutung bekannter Opernklassiker
In der für 2015/16 entstandenen Aufführung von Bizets Carmen bündeln Regisseur Barrie Kosky, Dirigent Constantinos Carydis und Herausgeber Michael Rot ihre Expertise. Kosky, Intendant der Komischen Oper Berlin bis 2022, kombiniert große Opernarien mit Variete- und Revueelementen inspiriert von Offenbach. Fause Tanzszenen betonen Schlüsselmomente in der Liebes- und Eifersuchtsgeschichte zwischen Carmen, Don Jose und Escamillo. Durch diesen Mix entsteht eine frische, lebendige Musiktheater-Inszenierung, die bekannte Pfade verlässt und neue Sichtweisen eröffnet.
Intensives Hörerlebnis und starke Resonanz kennzeichnen außergewöhnliche Frankfurter Carmen-Neuinszenierung
Nach der Uraufführung am 5. Juni 2016 feierte die Inszenierung sowohl beim Publikum als auch in Fachkreisen großen Erfolg. Kritische Rezensionen bezeichneten sie als „kultverdächtig“ (musik-heute.de), „brillant und böse“ (Der Tagesspiegel), „Weltklasseproduktion“ (RheinZeitung) und „Höhepunkt der Saison“ (concerti.de). Diese konsensuale Anerkennung verdeutlicht den hohen künstlerischen Anspruch und die gelungene Neuausrichtung. Opernfans erwartet ein intensives, ungewohntes und nachhaltig beeindruckendes Klangerlebnis, das das Genre musikalisch und visuell neu definiert.
Frankfurter Ensembleleistung durch Mischung aus Eigengewächsen und Profis gestärkt
In der aktuellen Frankfurter Produktion steht Bianca Andrew, Ensemblemitglied am Haus, erstmals in der Carmen-Partie auf der Bühne. Sie definiert die Rolle der Zigarettenarbeiterin durch rauchige Klangfarbe und eindringliche Körpersprache neu. Joseph Calleja, geschätzter Startenor, kehrt als Don Jose zurück, nachdem er das Publikum bereits zuvor in seinen Gastauftritten überzeugte. Zanda Sv?de übernimmt im Januar die Hauptpartie. Das restliche Ensemble umfasst Opernstudio-Talente und bewährte Hausmitglieder und gewährleistet homogene Aufführung.
Bignamini sichert akustische Tiefe und unterstützt theatralisches Sprechen eindrucksvoll
Die musikalische Leitung der Frankfurter Produktion übernimmt Jader Bignamini, der sich als italienischer Dirigent etabliert. Er führte zuletzt die Premierenserie von Verdis La forza del destino in Frankfurt und verantwortete 2022 ein Museumskonzert. In seiner Position als Music Director des Detroit Symphony Orchestra gastiert er regelmäßig in Metropolen wie Paris, Berlin, New York und Sao Paulo. Bignaminis feine Klangfarblichkeit, exakte Artikulation und packende Tempi erschaffen transparente Orchesterbilder und akustische Tiefendimensionen.
Langanhaltender Erfolg durch Publikumsliebling: Sechste Wiederaufnahme begeistert Opernhaus-Besucher erneut
Zum sechsten Mal in Folge kehrt diese Coproduktion nach Frankfurt zurück, nachdem sie 2018/19 als exklusive Leihgabe im Royal Opera House Covent Garden gastierte. Die ungebrochene Zuschauerresonanz bestätigt die tragfähige Struktur und anpassbare Ästhetik des Projekts. Kenner betrachten die Aufführung als Benchmark aktueller Opernpraxis, während Umsteiger aus anderen Genres die frische Regiehandschrift und die eindrucksvolle Choreografie würdigen. Diese international ambitionierte Produktion setzt ihre Erfolgsgeschichte in Frankfurt eindrucksvoll und stilsicher fort.
Eintrittspreise zwischen 16 Euro und maximal 132 Euro verfügbar
Start der Wiederaufnahme am Samstag, 13. Dezember 2025 um 19 Uhr im Opernhaus Frankfurt. Außerdem geplant am 19. und 21. Dezember um 18 Uhr sowie am 27. Dezember um 18 Uhr. Im Januar 2026 stehen Termine am 9., 16. und 18. jeweils um 18 Uhr sowie am 24. und 31. Januar auf dem Spielplan. Die Preise beginnen bei 16 Euro und reichen bis 132 Euro zuzüglich 12,5 Prozent Vorverkaufsgebühr. Buchung telefonisch, online und vor Ort.
Bewährtes Konzept mit internationalem Erfolg und attraktiven Ticketpreisen überzeugt
Auf der großen Bühne der Oper Frankfurt findet Bizets Carmen in Barrie Koskys Neudeutung eine impulsive Umsetzung, die mit revueartigen Intermezzi und Choreografien überrascht. Jader Bignamini führt das Orchester mit einem fein ausbalancierten Dirigat, das transparente Texturen und treibende Rhythmen erzeugt und die emotionale Wucht der Handlung akzentuiert. Die abwechslungsreiche Besetzung, bestehend aus internationalen Stars und lokalen Ensemblemitgliedern, rundet das Format ab und bietet ein durchweg fesselndes Opernerlebnis ästhetisch überraschend.

